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Reformen beim SFV: Kommt jetzt die C-Klasse?    [Ändern]

 Der Fußball in Deutschland ist im Wandel: Strukturreformen sind derzeit ganz hoch im Kurs, wurde doch just die Einführung der 3. Profiliga beschlossene Sache, aber auch in den unteren Spielklassen des Saarlandes, sowie im Jugendfußball wird sich in den kommenden Jahren einiges verändern. Spekulationen gibt es derzeit viele…



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VERFASST VON Marc Schaber, 31. Oktober 2007

Mit 6.490.008 Mitgliedern ist der Deutsche Fußball Bund der mitgliederstärkste Sportverband der Welt, aber trotz des Fußballbooms nach dem Sommermärchen im vergangenen Jahr scheint eines sicher: Der Fußball wird sich verändern und diese Veränderungen werden sich nicht nur die Milliardenverträge mit Leo Kirch im Profifußball beschränken. Vielmehr stehen Reformen an, die auch in Blieskastel und Umgebung direkte Auswirkungen haben werden. Nach dem vergangene Woche der DFB-Bundestag in Mainz beendet wurde, wollen wir auf SCB-Online einen kurzen Überblick über das geben, was den Fußball in Blieskastel und im Saarland für Veränderungen erwarten könnten:

Spätestens seit den Misserfolgen der deutschen Nationalmannschaft zum Ende der 90er Jahre und der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland im Jahr 2000 hat man sich auch beim deutschen Fußball Bund auf eine verstärkte Forderung des Jugendfußballs besonnen. Besonders wenn die Alternativen anderer boomender Sportarten wachsen, muss man sich bemühen den Fußballsport auch für die Jugend besonders attraktiv zu gestalten. Auch die Forderung des Mädchen und Jugendfußballs gerät immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit, gerade jetzt als Deutschland den Zuschlag für die Ausrichtung der Fußball Frauen WM 2011 bekam. Mit den „Satzungsanträgen zur Neuordnung des Mädchen und Schulfußballs“ beschäftigte sich der 39. Ordentliche DFB Bundestag, der vergangene Woche am 26. und 2. Oktober in Mainz stattfand unter anderem auch mit dem Mädchen- und Jugendfußball. Auch für die Jugendfußballer beim SC Blieskastel-Lautzkirchen könnte sich schon zu Beginn der neuen Saison einiges ändern:



Die G-Jugendkicker spielen schon jetzt auf einem verkleinerten Feld



Vor allem bei den Spielfeldgrößen wird man nach Einführung der 4 gegen 4 Spiele bei der G-Jugend der Grundidee folgen und sich „am Straßenfußball früherer Tage orientieren und diese Philosophie auf den Vereinsfußball übertragen“. So werden voraussichtlich schon zu Beginn der nächsten Saison 2008/2009 die Spielfelder der F-, E- und D-Jugend verändert: Als ideales Wettspiel für die F-Jugend wird derzeit ein 35 Meter mal 40 Meter großes Feld bevorzugt, das somit gegenüber der jetzigen Spielform bei gleicher Breite ca. 15 Meter kürzer wird. Auch für die E-Jugend wird das Spielfeld zukünftig wahrscheinlich kleiner werden: Die E-Jugend wird zukünftig wohl auf dem jetzigen F-Jugendfeld mit einer Abmessung von 55 Metern mal 35 Metern um Punkte kämpfen. Auch die D-Jugend bleibt von den Reformen nicht verschont: Das ohnehin arg in die Kritik geratene D11 Konzept, bei dem über den ganzen Platz gekickt wird, wird wohl dem ans Leistungsvermögen der Kinder besser angepassten D9 Spielsystem weichen, dabei werden die 5 Meter Jugendtore an den beiden 16ern des Großfeldes postiert so, dass sich eine Spielfeldgröße von 50 Metern mal 70 Metern ergibt. Ab der B-Jugend bleibt alles beim Alten. Man darf also gespannt sein, ob sich die neuen Spielsysteme durchsetzen werden und die Hoffnung auf mehr Ballkontakte bei kleineren Spielfeldern erfüllt werden wird. Aber nicht nur bei der Jugend, sondern auch bei den Aktiven werden in den kommenden Jahren einige Änderungen anstehen…


„Satzungsanträge zur Spielklassenstrukturreform“ – Unter diesen Sammelbegriff fallen zahllose Anträge, die just vor Wochenfrist vom DFB-Bundestag 2007 in Mainz angenommen wurden. Vor allem die Einführung einer weiteren Profiliga, der 3. Bundesliga und die Wiederauferstehung der einst von der Bildfläche verbannten Relegationsspiele sorgten diesbezüglich für Aufsehen. Die Spielklassenstrukturreform wird sich aber allem Anschein nach nicht auf die Oberhäuser des Deutschen Vereinsfußballs beschränken, sondern sich viel mehr bis zu den dessen untersten Gefilden, gar bis in die Kreisligen fortsetzen. Auch im Saarland sind solche Strukturreformen derzeit in den Tagesordnungen zahlreicher SFV Gremien und Ausschüsse wiederzufinden und das mit gutem Grund: Gerade im Amateurfußball ist eine Änderung der Ligastruktur längst überfällig. Zahlreiche Vereine haben sich zu Spielgemeinschaften zusammengeschlossen, andere streichen ganz die Segel und wieder andere kämpfen sich mit einer dünnen Personaldecke durch die Saison. Unterm Strich kann man konstatieren, dass die Zahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften sich über die Jahre hinweg reduziert hat. Die Mitgliederentwicklung des DFB hat sich also verändert, die Zahl der Mitglieder, die bis zu Beginn der 90er inflationär anstieg stagniert und die Zahl der Vereine geht bisweilen sogar zurück.



Mitgliederentwicklung des DFB Daten vor 1950 aus "100 Jahre DFB - Die Geschichte des Deutschen Fußballbundes, Sportverlag Berlin ISBN 3-328-00850-0, Daten ab 1950 aus http://www.dfb.de/fileadmin/Assets/pdf/mitgliederstatistik1950_2005.pdf


Besonders in den B-Klassen ist diese negative Entwicklung allgegenwärtig, so ist beispielsweise die Kreisliga B Blieskastel nach dem Rückzug der Eintracht 08 Bickenalb 3 auf gerade einmal 13 Vereine zusammengeschrumpft und die Kreisliga B Nordost in der sich die Reserveteams der Landesligisten tummeln hat sogar nur 9 Mannschaften zu bieten, nicht viel besser sieht es da naturgemäß bei den Reservespielrunden der Kreisligen B im Saarland aus, stellt ein Teil der Teams doch keine Reservemannschaft. Der Fußball boomt in Deutschland zwar speziell nach der WM immer noch, aber im Zuge der demographischen Entwicklung sind Veränderung im Amateur- und Jugendfußball unumgänglich. Auch der Fußballsport muss sich den geänderten Bedingungen anpassen und Perspektiven schaffen, die auch zukünftig einen geregelten und regelmäßigen Spielbetrieb auch in den unteren Klassen ermöglichen.
Aber gedenkt der Saarländische Fußballbund im Zuge der Strukturreformen zu tun? Speziell wenn man über Änderungen in den unteren Spielklassen, sprich der jetzigen Kreisliga A, B und der Bezirksliga, diskutiert, so fällt aus SFV-Kreisen immer wieder der Begriff C-Klasse. Das es sich dabei nicht um eine Modellpflege von Daimler Benz handelt sollte in diesem Zusammenhang jeden klar sein, aber was ist die ominöse C-Klasse? Die Einführung besagter C-Klasse, die derzeit scheinbar das favorisierte Modell im SFV darzustellen scheint hätte nicht nur, wie andere Strukturreformen, rein formale Auswirkungen auf den saarländischen Amateurfußball, sondern würde diesen grundlegend verändern. Der Grundgedanke ist folgender: Als Unterbau für die dezimierten Kreisligen B würde eine Kreisliga C eingeführt in der die dann aufstiegsberechtigten Reservemannschaften eine eigene Spielrunde austragen würden. Dies hätte zur Folge, dass das eine halbes Jahrhundert bewährte Prinzip der allsonntäglichen Abfolge von Einlagespiel zweiter Mannschaft gefolgt vom Meisterschaftsspiel der ersten Mannschaft in dieser Form nicht mehr fortgeführt würde. Beide Mannschaften würden dann eine Aufstiegsrunde spielen und spätestens nach der ersten Saison würden sich die Gegner der beiden unterscheiden und beide Teams würden ihre eigenen Wege gehen. Dies hätte natürlich einige Vorteile für die Klassenleiter des SFV, hätte man doch die Möglichkeit, die B-Klassen systematisch bei Bedarf mit Reserveteams der höherklassigen Teams aufzufüllen und mit der C-Klasse einen stabilen Unterbau für alle darüber liegenden Ligen zu schaffen. Des Weiteren wären damit auch die Teams entlastet, die ohnehin nur über eine begrenzte Anzahl von Spielern verfügen und im jetzigen Modus eigentlich keine zweite Mannschaft stellen können, aber müssen sofern sie keinen Zwangsabstieg in Kauf nehmen wollen. Auch nicht von der Hand zu weisen ist, dass man mit der neuen Klasseeinteilung für noch mehr Wettbewerb bei den Reserveteams sorgen könnte, ist doch der Aufstieg stets ein erstrebenswertes Ziel. Die neue Ligastruktur würde also vor allem für die Organisatoren einige Vorteile bringen. Bleibt nur die Frage, ob auch die Vereine von dieser neuen Reglung profitieren würden?



Die Zweite des SC Blieskastel-Lautzkirchen bald in der C-Klasse?



Bei aller Euphorie von Seiten des SFV sollte man aber nicht vergessen, dass mit der geänderten Ligastruktur auf die Vereine ganz neue Herausforderungen warten. Allein die Tatsache, dass die „Erste“ und die „Zweite“ nicht am gleichen Ort hintereinander spielen ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern ist auch organisatorisch nicht unbedingt leicht zu bewältigen. Sehr leicht könnt eine derartige Konstellation dazu führen, dass auf einen Verein im schlimmsten Fall 30 Heimspiele in einer Saison zukommen. Ob dies finanziell von Vorteil wäre sei dahin gestellt, kann doch ein Fußball-Overkill leicht zu Zuschauerschwund statt Zuwachs führen, wie die zweite Gruppenphase der UEFA Championsleague eindrucksvoll unter Beweis stellte. Außerdem sollte man die Belastung, die dabei bei den ehrenamtlichen Helfern im Verein entsteht, nicht unterschätzen, von einem zweiten Trainer, der dabei eventuell nötig werden könnte, will man gar nicht reden. Viel schwerer wiegt aber die soziale Komponente: Eine solche Trennung in erste und zweite Mannschaft würde auf Dauer wohl dazu führen, dass sich die Teams im schlimmsten Fall nur noch im Training über den Weg laufen und das sollte eine Entwicklung sein, die nicht für gut zu heißen ist, auch wenn sie Probleme an anderer Stelle kurzfristig lösen würde.
Eine Reform der Spielklassen wird also eher früher als später, kommen, das ist unvermeidlich. Wie diese genau aussehen wird, darüber kann man derzeit allenfalls spekulieren: Wird sich das C-Klassen-Modell durchsetzen, oder wird es vielleicht zu einer ganz anderen Lösung kommen. Fest steht eines und das sollte man sich bei allen Überlegungen stets vor Augen führen: Man sollte bei keiner auf dem Papier noch so beeindruckenden Lösung eines nie vergessen und das sind die Vereine und die Spieler, die dort ihrem Hobby nachgehen, dem Fußballsport…

Weiterführende Links:

Alle Informationen zum DFB-Bundestag 2007





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Autor:
Marc Schaber, 31. Oktober 2007

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