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Mikroplastik-Problem in Kunstrasenplätzen    [Ändern]

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VERFASST VON Marc Schaber, 5. Juli 2019

Das Thema Mikroplastik ist, wie viele andere Umweltthemen, derzeit in aller Munde und erreicht nun auch den Saar-Fußball. Neue Gesetzgebungen und Vorgaben der EU könnten langfristig den Spielbetrieb auf saarländischen Kunstrasenplätzen gefährden. Der Saarländische Fußballverband (SFV) wendete sich diesbezüglich in einem Brief an die Vereine:

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) will Grenzwerte für bestimmte Granulate, die in Kunstrasenplätzen eingebracht sind, herabsetzen und Verbote für bestimmte Produktgruppen, denen bewusst Mikroplastik beigefügt wird, erreichen. Die EU-Kommissionsentscheidung, ob Mikroplastik in Kunststoffrasen verboten wird, ist nach aktuellem Kenntnisstand für Ende 2019 zu erwarten.
Sollte das Verbot umgesetzt werden, bedeutet dies, dass Kunstrasenplätze in Zukunft keine Gummigranulate mehr enthalten dürfen. Dies gilt sowohl für den Neubau als auch für das Einbringen von Granulaten auf bestehenden Plätzen. Die Folgen für die Vereine und den Spielbetrieb sind sicherlich immens und wir werden mit allen Mitteln versuchen, eine Übergangsfrist von mindestens 6 Jahren zu erreichen. Der SFV hat sich bereits gemeinsam mit dem DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund d. Red.) und dem DFB (Deutscher Fußball-Bund d. Red.) am öffentlichen EU-Konsultationsverfahren mit einer Stellungnahme beteiligt.
Es ist unsere Pflicht und unsere Verantwortung, Sie bereits heute zu informieren und auf mögliche Konsequenzen hinzuweisen. Sollten Sie aktuell überlegen, eine Erneuerung Ihres Kunstrasenplatzes oder einen Neubau eines Kunstrasenplatzes anzustreben, so bitten wir Sie zu überlegen, ob es Alternativen gibt, z.B.:

- Verfüllung mit Kork
- Verfüllung nur mit Quarzsand
- Vollkunstrasen (ohne Quarzsand und / oder Gummigranulat)
- Hybridrasen
- Naturrasen

Leiten Sie das Schreiben auch bitte an Ihre beteiligten Partnervereine bzw. Ihre Kommune/Stadt etc. weiter. Wir sind im engen Austausch mit dem Land und der Sportplanungskommission und arbeiten mit Hochdruck an Möglichkeiten, wie den Vereinen geholfen werden kann. Momentan ist die Förderung von Kunstrasenplätzen mit Gummigranulatverfüllung ausgesetzt.
Wir werden die Zeit bis zum Jahresende 2019 intensiv nutzen und Sie auf dem Laufenden halten bzw. rechtzeitig informieren. In dem laufenden Prozess ist es nun als erster Schritt am allerwichtigsten, dass wir als SFV belegbare Zahlen und Fakten haben. Daher haben wir eine Umfrage für Sie erstellt und bitten Sie eindringlich, an dieser Umfrage teilzunehmen. Nur wenn es uns gelingt, alle Fakten saarländischer Kunstrasenplätze zu sammeln, sind wir in der Lage sauber zu argumentieren und Ihnen bestenfalls individuelle Angebote zu unterbreiten.


Das im Kunstrasen verwendete Gummigranulat besteht zumeist aus Altreifen und ist direkt nach dem Material aus Reifenabrieb auf Straßen eine Hauptquelle für Kunstkautschuk-Mikroplastik und trägt nicht unwesentlich zur Verseuchung von Böden und Ozeanen bei: Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) schätzt, dass 1 % bis 4 % der Kunststofffüllung auf Kunstrasenplätzen verloren geht und in die Umwelt gelangt und somit jedes Jahr ersetzt werden muss. Nach Erhebungen der norwegischen Umweltbehörden gelangen jährlich ca. 3.000 Tonnen Gummigranulat in die dortigen Fjorde, damit wären Kunstrasen nach dem Abrieb von Autoreifen der zweitgrößte Verursacher von Plastikmüll in den Ozeanen. Dabei existieren in Deutschland etwa drei Mal mehr Kunstrasenplätze als in Norwegen. Insgesamt hat sich die Zahl von Kunstrasenplätzen binnen 15 Jahren mehr als verzehnfacht. Pro Quadratmeter Kunstrasen werden etwas 6 kg Gummigranulat verfüllt. Auf einem Platz liegen 40 bis 100 Tonnen Gummigranulat. In einer Untersuchung ließ ein Verein die 22 Spieler einer Partie ihre Schuhe ausklopfen und stellte dabei fest, dass 2.500 Granulatteilchen den Platz verließen. Diese wären sonst im Auto, auf der Straße oder der Umwelt gelandet. Im westschwedischen Göteborg hat man beispielsweise bereits Konsequenzen aus den Umweltaspekten gezogen: Dort soll das bisherige Einstreumaterial umweltfreundlich durch solches auf Basis von Kork oder Kokosnussschalen ersetzt werden.
Man darf also gespannt sein, welche Gesetzeslage sich ergeben wird und welche Auswirkungen diese auf den Saar-Fußball haben wird.





 
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Autor:
Marc Schaber, 5. Juli 2019

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