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Bremer Urteil spaltet die Fußballwelt    [Ändern]

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VERFASST VON Marc Schaber, 22. Februar 2018

Es ist eine alt-bekannte Diskussion: Polizei-Hundertschaften müssen bei Spielen von der Bundesliga bis in die Reagionalligen in Deutschland ausrücken und die Kosten blieben bis dahin meist beim Steuerzahler und nicht bei der Millionenschweren Deutsche Fußball Liga (DFL) oder den Vereinen als Verursacher der Einsätze. Gestern aber gab es vor dem Oberverwaltungsgericht in Bremen ein Urteil mit Signalwirkung, entschied das Gericht doch, dass es grundsätzlich zulässig ist, bei Hochrisikospielen einen Teil der Kosten an die DFL weiterzubelasten. Denn es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass die das Wirtschaftsmodell Fußball auf und vor allem aufgrund der Einsätze der Polizei überhaupt erst möglich ist.
„Das ist ein Sieg auf ganzer Linie für den Senat“, räumte Bremens Klub-Präsident Hubertus Hess-Grunewald in der FAZ ein. „Es ist aber noch ein bisschen zu früh für große Siegesgesänge“, warnte er mit Blick auf die Revision. Vollste Zufriedenheit dagegen auf der anderen Seite bei Innensenator Mäurer: „Das ist kein knapper Sieg, sondern ein Sieg auf voller Breite.“ Er will nun bei der Innenministerkonferenz (IMK) für den Bremer Weg werben. Es sei einfach nicht überzeugend, dass die Liga Milliarden-Umsätze mache und Millionen-Gehälter zahle, und der Steuerzahler dann allein für die Sicherheitskosten aufkomme, wird er in der FAZ zitiert.
Während der Steuerzahler das Urteil sicherlich nicht ohne ein Lächeln zur Kenntnis nehmen wird, sorgt es bei Verbänden und Vereinen für Aufregung: „Der Fußball ist nicht Verursacher von Gewalt, und eine bloße Umverteilung von Kosten führt nicht zur notwendigen Reduzierung der Polizeieinsätze“, zitiert die Saarbrücker Zeitung Ligapräsident Reinhard Rauball.
Das Problem ist auch keineswegs eines das nur die Profiligen mit Millionenumsätzen betrifft: Bei Heimspielen des 1. FC Saarbrücken waren in der Vorsaison im Durchschnitt 73 Polizeibeamte im Einsatz, bei so genannten Risiko-Spielen bis zu 400. Die führten zu Gesamtkosten von 835.000 € für den Steuerzahler. Deutschlandweit gerechnet sind die Kosten enorm: Nach Berechnungen der Wochenzeitung „Die Zeit” beliefen sich die Kosten für die Einsätze von Polizisten bei Fußballspielen der Ersten, Zweiten und Dritten Liga in der Saison 2016/17 auf mindestens 68 Millionen Euro.
Eben deshalb sorgt das Urteil auch im Saarland für Gesprächsstoff. Ralf Porzel, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im Saarland, reagierte mit „Überraschung und Skepsis“ auf das Urteil und sieht es als tragendes Prinzip, dass Polizeieinsätze im öffentlichen Raum nichts kosten, zumal das Urteil neben Fußballspielen auch andere Events wie beispielsweise Konzerte betreffen könnte. "Volksfeste sind ja auch kommerzielle Unternehmungen. Bei ihnen kommt es ebenfalls zu Schlägereien oder Übergriffen, das passiert in jüngster Zeit eher häufiger. Sollen die Veranstalter prohibitiv hohe Eintrittspreise nehmen, um dem Kostenrisiko Polizei vorzubeugen? Oder der politische Aschermittwoch. AfD und FDP nehmen für manche solcher Veranstaltungen Eintrittsgeld.", stellt die Welt in einem Kommentar von Torsten Krauel kristische Fragen zum brisanten Thema.
Zunächst betrifft das Urteil aus dem Profi-Fußball aber das Saarland mangels Profi-Vereinen nicht direkt. Das saarländische Innenministerium unter Klaus Bouillon (CDU) hatte eine Kostenbeteiligung in der Vergangenheit ausgeschlossen. Auch aktuell gebe es „keine Überlegungen, auch im Saarland Vereine an den Kosten zu beteiligen“, erklärte eine Sprecherin gestern.
Zudem darf man gespannt sein, was bei der Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geschieht. „Die rechtliche Wertung des Oberverwaltungsgerichts ist aus Sicht der DFL bei allem Respekt unzutreffend. Die DFL wird daher Revision gegen das Urteil einlegen”, sagte Ligapräsident Reinhard Rauball gegenüber dem Handeslblatt. „Der Fußball ist nicht Störer. Störer sind Gewalttäter, die die Plattform des Fußballs ausnutzen. Der Kampf gegen Gewalt darf nicht privatisiert und kommerzialisiert werden, sondern ist Aufgabe der Polizei”, sagte Verbandspräsident Reinhard Grindel. Unabhängig davon konstatiert die FAZ: "Das kann teuer werden für den deutschen Fußball."

Was denken die User auf SCB-Online: Ist es richtig, die Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen an die Vereine weiterzugeben?


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Autor:
Marc Schaber, 22. Februar 2018

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