Der FC Palatia Limbach steht in der Saarlandliga mit 47 Punkten auf Rang sechs nur vier Punkte hinter dem Tabellenzweiten des FSV Jägersburg und hat ein Spiel weniger absolviert. Ein Aufstieg in die Oberliga kommt für die Palatia aber nicht in Frage. Klare Worte findet der Vorsitzende Dirk Schmidt in der Saarbrücker Zeitung, wenn es um einen möglichen Aufstieg geht: „Die Oberliga ist mit Sicherheit die unattraktivste Liga im deutschen Fußball“. Als einen der Gründe führt er die weiten Fahrten an, die im Falle eines Aufstiegs auf den Verein zukämen. So wären unter anderem gleich mehrere Reisen nach Koblenz notwendig, da aktuell die TuS Koblenz, der FC Rot-Weiß Koblenz und der FC Cosmos Koblenz in dieser Spielklasse vertreten sind. Auch darüber hinaus hätten es viele Auswärtsspiele in sich. „Die Probleme fangen schon damit an, ob wir einen großen Bus oder mehrere Transport-Möglichkeiten einsetzen. Das ist bei so vielen weiten Auswärtsspielen ein enormer Kostenfaktor für den Verein“, sagt Schmidt.
Darüber hinaus sieht er auch wirtschaftliche Nachteile bei Heimspielen in der Oberliga. Viele gegnerische Mannschaften würden lediglich von wenigen Anhängern begleitet, was sich unmittelbar auf die Einnahmen auswirke – sowohl bei den Eintrittsgeldern als auch beim Verkauf von Speisen und Getränken. „Von daher ist die Oberliga für uns 0,0 Prozent ein Thema. Wir werden zwar versuchen, Vizemeister zu werden, würden aber auf die Relegation verzichten“, sagt Schmidt und stellt abschließend klar: „Wir fühlen uns in der Saarlandliga extrem wohl.“