Für die Zweite Mannschaft der SV Elversberg verlief der Start in die Saarlandliga nahezu perfekt. Unter dem neuen Trainer Martin Gries holte die SVE II sieben Siege und ein Unentschieden. Erst am vergangenen Sonntag setzte es die erste Niederlage: Beim Tabellenfünften Spvgg. Quierschied verlor die Mannschaft nach einer 1:0-Pausenführung noch mit 1:3.
„Dafür, dass wir eine komplett umformierte und junge Truppe haben, haben wir das im ersten Abschnitt der Saison gut gemacht“, findet Gries in der Saarbrücker Zeitung dennoch. Rückblickend auf die Partie in Quierschied sagt er: „Wir haben das aufgearbeitet und wissen, an welchen Punkten wir da gescheitert sind. Das sind auch Erfahrungen, die die Jungs mitnehmen. Wichtig ist, dass sie jetzt daraus lernen und die Fehler abstellen.“
Kritisch sieht Gries vor allem die Defensivarbeit: „Wir müssen 90 Minuten lang als Mannschafts-Verbund konsequent bei gegnerischem Ballbesitz nach hinten arbeiten – und das ist uns im Spiel in Quierschied, das wir verdient verloren haben, in der zweiten Halbzeit nicht gelungen.“ Hinzu kam Pech: Torschütze und Kapitän Salif Cissé musste nach 30 Minuten verletzt ausgewechselt werden, Routinier Lukas Kohler blieb zur Pause draußen. Beide haben bereits Erfahrung in der 3. Liga gesammelt. „Lukas hatte, nachdem er einen Fuß seines Gegenspielers an den Kopf bekam, ein Hämatom an der Stirn. Und Salif hatte muskuläre Probleme“, erklärt Gries. Beide sollen am Samstag, den 20. September 202( wieder einsatzfähig sein – wichtig für das Spitzenspiel um 15:30 Uhr in Friedrichsthal gegen Tabellenführer FC Palatia Limbach. „Das ist eine tolle Aufgabe für uns“, blickt Gries voraus.
Der Gegner reist mit breiter Brust an. Die Palatia befindet sich in einem Höhenflug, der schon in der Vorsaison begann, als man als Aufsteiger direkt Platz sieben erreichte und erstmals ins Saarlandpokal-Finale einzog. Dort setzte es zwar eine 0:9-Niederlage gegen Regionalligist FC Homburg, doch die Entwicklung setzte sich fort. Nun ist die Mannschaft von Trainer Patrick Gessner mit sieben Siegen und zwei Unentschieden ungeschlagen Spitzenreiter. „Unser Ziel vor der Saison war es, schnellstmöglich 40 Punkte zu sammeln, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Ich denke, ich kann jetzt mal vorsichtig sagen, dass wir das erreichen werden“, erklärt Gessner mit einem Grinsen. Und er ergänzt: „Wir haben eine eingespielte Mannschaft, und die Entwicklung passt bei uns. Dass es so gut läuft, damit hätte ich aber nicht mit gerechnet.“
Vor allem die Offensive beeindruckt: 29 Tore in neun Spielen sind Ligabestwert, noch vor dem FSV Jägersburg (25 Treffer). „Vorne sind wir sehr flexibel, obwohl unser Top-Stürmer Tim Pommerenke seit der Rückrunde der vergangenen Saison mit einem Knochen-Ödem ausfällt“, erläutert Gessner. Pommerenke hatte zuvor 16 Tore in 19 Spielen erzielt. Aktuell führen Lukas Höh und Lars Wagner mit jeweils sechs Treffern die interne Torschützenliste des Tabellenführers an.