An diesem Sonntag, den 17. August 2025, um 15:00 Uhr empfängt der FC Viktoria St. Ingbert im Betzental-Stadion den SV Rohrbach zum Stadt-Derby in der Fußball-Landesliga Ost. Dabei werden Erinnerungen an den 27. Juli 2025 wach, als beide Teams im Finale der Stadtmeisterschaft an gleicher Stelle aufeinandertrafen – mit einem 2:1-Erfolg für die Viktoria. Nun kommt es in der Liga zum schnellen Wiedersehen, und nach jeweils zwei Niederlagen zum Saisonstart stehen beide Teams bereits unter Zugzwang. Viktoria St. Ingbert verlor gegen den SC Blieskastel-Lautzkirchen mit 0:2 sowie gegen die SF Walsheim mit 2:4. Der SV Rohrbach, in der Vorsaison noch Verbandsligist, musste sich der SVGG Hangard mit 3:4 und dem SC Ludwigsthal mit 2:3 geschlagen geben.
Bei der Viktoria verbindet Innenverteidiger und Aktiven-Abteilungsleiter Marius Thielen eine besondere Vergangenheit mit dem SV Rohrbach. In der D- und C-Jugend trug er das Rohrbacher Trikot, später war er während seiner Aktiven-Zeit beim TuS Rentrisch ab 2013 Jugendtrainer in Rohrbach. „Aus dieser Zeit gibt es eine schöne Anekdote“, erzählt der 32-Jährige in der Saarbrücker Zeitung. „Ich bin damals für die zweite Mannschaft von Rentrisch in einem Spiel gegen Rohrbach aufgelaufen. Wir haben dank eines von mir verwandelten Elfmeters 1:0 gewonnen. Die Rohrbacher Kinder, die ich zu dieser Zeit trainierte, haben damals mit mir den Rentrischer Sieg bejubelt. Das war schon kurios.“
Für Thielen ist das bevorstehende Duell mehr als nur ein weiteres Ligaspiel: „Das nun anstehende Stadt-Duell ist etwas Besonderes für St. Ingbert. Die Rohrbacher haben zwischenzeitlich in der Saarlandliga und später in der Verbandsliga gespielt. Nun treffen beide Mannschaften wieder in einem Punktspiel aufeinander.“ Sein Ziel mit der Viktoria: ein Platz im einstelligen Tabellenbereich.
Auch für Rohrbachs Mittelfeldmann Simon Scholler hat das Derby eine spezielle Note. Der 27-Jährige wohnt nur wenige Meter vom Betzental-Stadion entfernt und kann zu Fuß zum Spiel kommen. Außerdem begann er seine fußballerische Laufbahn bei der Viktoria, wo er in der G- und F-Jugend kickte. „Obwohl ich in der Nähe des Sportplatzes wohne und früher hier gespielt habe, gibt es aber wenig Kontakt zur Viktoria“, erklärt Scholler. Die Niederlage im Stadtmeisterschaftsfinale und der misslungene Saisonstart mit zwei Pleiten seien beim Verbandsliga-Absteiger so „natürlich nicht eingeplant“ gewesen. Nun gelte es, im Derby die ersten Punkte zu holen und am Ende einen Mittelfeldplatz zu sichern.