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SFV stellt Spielformen im Kinderfußball vor    [Ändern]

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VERFASST VON Marc Schaber, 13. September 2023

Zusammen mit dem DFB lädt der Saarländische Fußballverband (SFV) am Samstag, den 16. September 2023 zum „Tag des Kinderfußballs“ auf die Sportanlage der SpVgg Einöd-Ingweiler ein. An diesem Tag werden neue Spielformen des Kinderfußballs vorgestellt. Beginn der Veranstaltung ist um 10:00 Uhr.
"Ich lade alle Interessierten ganz herzlich zum Tag des Kinderfußballs auf die Sportanlage der Spielvereinigung Einöd-Ingweiler ein. Bei diesem Event werden 16 G-Jugend-Mannschaften zunächst nach dem bisherigen Spielbetrieb kicken. Die neuen Spielformen im Kinderfußballs werden auf weiteren Spielfeldern praktiziert und vorgestellt, danach folgt noch ein Spiel der E-Jugend. Es wird ein praxisorientierter Tag, bei dem man sich von den Weiterentwicklungen im Kinderfußball überzeugen kann“, so Verbandsjugendleiter Rainer Lauffer.


Allgemeine Infos zu den neuen Spielformen im Kinderfußball des Deutschen Fußballbundes (DFB):

Nach einer zweijährigen Pilotphase erfolgt die bundesweite Umsetzung der neuen Spielformen im Kinderfußball. Sie lösen die bisherigen Wettbewerbsangebote in der G-, F- und E-Jugend als feste Formate ab. Die Regelungen greifen verbindlich mit Beginn der Saison 2024/2025.

Was hat es mit den neuen Spielformen auf sich?
Das Spielen mit dem Ball am Fuß und das Erzielen von Toren sind die zentralen Gründe, warum so viele Kinder und Jugendliche Freude am Fußball haben. Die neuen Spielformen sollen allen Kindern auf dem Platz so häufig wie möglich die Chance geben, den Ball selbst am Fuß zu haben, aktiv am Spiel teilzunehmen, Tore zu erzielen und damit persönliche Erfolgserlebnisse zu haben. Deshalb wird auf kleinere Teams, viel Abwechslung und zum Teil vier Tore gesetzt werden. Die individuelle sportliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen wird damit gefördert, ihre Begeisterung für den Fußball verstärkt. Einher gehen damit soll eine langfristige und noch engere Bindung zum organisierten Fußballsport. Die Reform soll den gesamten Fußball und seine Vereine an der Basis langfristig stärken. Die veränderten Spielformen beziehen sich auf die Altersklassen G-, F- und E-Jugend.
Um den Leistungsdruck zu minimieren und die sportliche Entwicklung der Kinder stärker in den Vordergrund zu rücken, wird in der G- und F-Jugend keine Meisterschaftsrunde ausgetragen. Stattdessen sind Spielenachmittage und Festivals mit mehreren Mannschaften und Spielfeldern vorgesehen. Integriert in die Spielformen ist ein Rotationsprinzip mit festen Wechseln der Spieler*innen, um allen Kindern Einsatzzeiten zu ermöglichen. Wichtigstes Ziel der Reform in den Altersklassen U 6 bis U 11 ist es, mit einer kindgerechten Art des Fußballs den Spaß am Spiel nachhaltig zu fördern.

Was besagen die neuen Spielformen genau?
G-Jugend (U 6/U 7): Es wird im Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei gespielt (Spielfeldgröße: 16 x 20 m bis 28 x 22 m). Jedes Team hat maximal zwei Einwechselspieler*innen. Gespielt wird auf vier Minitore, jede Mannschaft verteidigt also zwei Tore. Tore dürfen erst ab der Mittellinie (Zwei-gegen-Zwei) oder in einer Sechs-Meter-Schusszone (Drei-gegen-Drei) erzielt werden, einen Torwart gibt es nicht. Nach jedem Tor wechseln beide Mannschaften automatisch jeweils eine*n Spieler*in. Gespielt wird an den Spielenachmittagen in einer Art Turnierform, empfohlen sind bis zu sieben Durchgänge à maximal sieben Minuten. Nach jedem Durchgang gehen die Gewinnerteams jeweils ein Spielfeld weiter, die Verliererteams jeweils um ein Spielfeld zurück. Dadurch werden weitgehend ausgeglichene Spiele mit wenigen extremen Ergebnissen erreicht, es ergibt sich ein ausgewogeneres Leistungsniveau und daraus resultierend weniger Frust für die Kinder. Auf der anderen Seite bietet der Modus einen zusätzlichen Anreiz, immer wieder "aufsteigen" zu können.
F-Jugend (U 8/U 9): Es wird im Drei-gegen-Drei gespielt (Spielfeldgröße: 26-28 x 20-22 m), alternativ ist auch ein Fünf-gegen-Fünf möglich (40 x 22-25 m). Beim Drei-gegen-Drei gelten die Regelungen wie in der G-Jugend (siehe oben). Beim Fünf-gegen-Fünf wird entweder auf vier Mini-Tore (ohne Torwart, fünf Feldspieler*innen) gespielt oder auf zwei Kleinfeldtore (vier Feldspieler*innen plus Torwart). Vorgeschlagene Spielzeit pro Durchgang sind hier zehn bis zwölf Minuten. Klare Empfehlung ist es, sich in der F-Jugend auf das Drei-gegen-Drei zu konzentrieren, um wie beschrieben allen Kindern mehr Ballaktionen zu ermöglichen. Sowohl beim Drei-gegen-Drei als auch beim Fünf-gegen-Fünf gehen nach jedem Durchgang die Gewinnerteams jeweils ein Spielfeld weiter und die Verliererteams um ein Spielfeld zurück.
E-Jugend (U 10/U 11): Es wird im Fünf-gegen-Fünf oder im Sieben-gegen-Sieben gespielt. Beim Fünf-gegen-Fünf gelten die Regelungen analog zur F-Jugend. Beim Sieben-gegen-Sieben (Spielfeldgröße: 55 x 35 m) wird auf zwei Kleinfeldtore gespielt, also mit sechs Feldspielern*innen und einem Torwart pro Team. Ideal ist eine Turnierform mit vier Mannschaften. Sind nur zwei Mannschaften anwesend, wird als offizielle Spielzeit 4 x 15 Minuten empfohlen. Für die Einwechselspieler*innen sollen Nebenspielfelder für ein Zwei-gegen-Zwei oder Drei-gegen-Drei aufgebaut werden. Beim Sieben-gegen-Sieben wird die Partie nach einem Ausball erstmals mit Einwurf fortgesetzt. Beim Zwei-gegen-Zwei, Drei-gegen-Drei und Fünf-gegen-Fünf erfolgt die Spielfortsetzung stets per Einschießen oder Eindribbeln.

Wie ist es zu der Entscheidung gekommen? Hat der DFB die verbindliche Einführung einfach von oben herab beschlossen?
Die gesammelten Erfahrungen waren gut, das Feedback der Kinder war und ist sehr positiv. Der DFB-Bundesjugendtag bestätigte im Januar 2022 die Empfehlung des Jugendausschusses und Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball, die neuen Spielformen im Kinderfußball ab 2024/2025 verbindlich in die DFB-Jugendordnung aufzunehmen. Offiziell bestätigt wurde dieser Schritt mit dem Beschluss des DFB-Bundestages am 11. März 2022.

Wie ist der weitere Ablauf?
Die Spielformen werden nun etappenweise bundesweit in die Fläche ausgerollt. Den Landesverbänden wird in der Übergangszeit bis Sommer 2024 empfohlen, die neuen Spielformen in den Altersklassen U 6 bis U 11 einzusetzen, formal besteht dazu aber noch keine Verpflichtung. Mit Beginn der Saison 2024/2025 gelten die neuen Regelungen verbindlich in ganz Deutschland.

Was sind die Gründe für die neuen Ansätze?
Durch die neue Ausgestaltung wird der Fußball in den betreffenden Altersklassen kindgerechter. Je kleiner die Gruppen, desto mehr Ballkontakte haben die einzelnen Spieler*innen. Gerade leistungsschwächere oder auch körperlich unterlegene Kinder sind in den klassischen Wettbewerbsformaten zum Teil untergegangen und haben dadurch den Spaß am Spiel und die Chance auf Weiterentwicklung verloren. Die neuen Spielformen sollen den Kindern bessere Möglichkeiten bieten, Fußball so zu spielen, dass sie häufig am Ball sind und dabei Spaß haben. Aktuell wird im Kinderfußball häufig zu früh Wert auf Taktik gelegt, worunter die Ausbildung der fußballerischen Grundlagen leidet. Dies haben viele Untersuchungen gezeigt. Die veränderten Spielformen sollen diesem Problem entgegenwirken.

Was sind die größten Vorteile?
Jedes Kind spielt mit und hat Aktionen am Ball. Die Kinder spielen ein Spiel, dass ihren Fähigkeiten und Interessen gerecht wird. Damit wird der Spaß am Spiel gefördert. Die veränderten Spielformen schulen darüber hinaus die Selbstständigkeit der Spieler*innen und minimieren das Coachen durch die Trainer*innen und die Einflussnahme der Eltern auf das Nötigste. Die Kinder lernen, verstärkt eigene Lösungen zu finden. Der neue Modus bringt mit sich, dass mehr Spiele verloren und gewonnen werden, sodass Kinder den Umgang mit Siegen und Niederlagen noch besser erlernen.

Was soll der Modus bewirken, nach dem Gewinnerteams um ein Spielfeld aufsteigen und Verlierer ein Feld absteigen?
Es werden ausgeglichenere Spiele mit wenigen extremen Ergebnissen ermöglicht, es ergibt sich ein ausgewogeneres Leistungsniveau und daraus resultierend weniger Frust für die Kinder. Gleichzeitig bietet der Modus einen zusätzlichen Anreiz, immer wieder "aufsteigen" zu können.

Was passiert mit den bisherigen Spielformen in G- bis E-Jugend?
Die neuen Spielformen sind ab der Saison 2024/2025 in den Altersklassen U 6 bis U 11 verbindlich. Die Verbände werden ab diesem Zeitpunkt keine Spiele mehr im vorherigen, klassischen Format ansetzen. Bis dahin gilt eine Übergangsfrist.

Ist das noch "echter Fußball"?
Natürlich. Fußball heißt: zwei Mannschaften, Tore und ein Ball. In diesem Fall sind es bis zu den E-Junior*innen vier Tore. Was macht den Fußball aus? Spiel, Spaß, Tore - genau das wird mit dem neuen System gefördert. Kinder können auf vielfache Art und Weise, Tore erzielen, auch die Kinder, die (noch) nicht zu den leistungsstärksten gehören. Zudem dribbeln die Kinder häufiger und haben mehr Ballaktionen, was die Technik fördert und jedes einzelne Kind sportlich verbessert. Auch das Verteidigen wird durch stände 1:1-Situationen intensiver und individueller geschult.

Welche Größe sollten die Minitore haben?
Die Größe der Minitore sind flexibel bis maximal 2 m x 1,2 m wählbar. Es können von der G- bis E-Jugend die gleichen Tore verwendet werden. Es spricht auch nichts dagegen, unterschiedlich große Tore zu verwenden – dies jedoch möglichst nicht auf einem Spielfeld.

Was ist mit Ergebnissen und Tabellen?
Ergebnisse werden nicht festgehalten, aber jedes einzelne Spiel wird gewertet und Mannschaften steigen während des Turniers in das nächste Feld auf oder ab. Insofern gibt es durchaus Sieger*innen und Verlierer*innen – eine Erfahrung, die auch für Kinder wichtig ist. Aufgrund der Vielzahl an Spielen sind die einzelnen Ergebnisse in den neuen Spielformen allerdings auch schneller wieder vergessen. Tabellen gibt es nicht.

Wie sieht es mit Schiedsrichter*innen aus?
Klassische Schiedsrichter*innen kommen nicht zum Einsatz. Die Trainer*innen und Betreuer*innen fungieren als gemeinsame Spielleiter*innen und greifen nur bei Bedarf ins Geschehen ein. Die Entscheidungen während der Spiele sollen von den Kindern weitestgehend selbst getroffen werden - so, wie es seit einigen Jahren ohnehin schon in der G- und F-Jugend praktiziert wurde (Fair Play-Liga) und wie es jahrzehntelang auf den Bolzplätzen gängig war, auf denen viele tolle Fußballer*innen groß wurden. Ebenso wie in der Fair Play-Liga gilt: Eltern, die nicht als offizielle Betreuer*innen fungieren, können ihre Kinder unterstützen, haben jedoch einen Mindestabstand zu den Spielfeldern einzuhalten.

Werden schwächere Spieler*innen nicht demotiviert, weil Leistungsunterschiede noch deutlicher zutage treten?
Im Gegenteil: Bei den bisherigen Spielformen in den unteren Altersklassen (Sieben-gegen-Sieben) ist es viel eher der Fall, dass die langsameren und weniger talentierten Spieler*innen kaum an den Ball kommen und häufig auf Positionen spielen, die sie vom eigentlichen Spielgeschehen fernhalten. Mit dem neuen Modus werden alle Kinder eng einbezogen und erhalten in ihrem Team Ballaktionen und -kontakte. Durch das Auf- und Absteigen in den Spielfeldern anhand der Ergebnisse während der Festivals ist gewährleistet, dass verstärkt Teams aufeinandertreffen, die ein ähnliches Leistungsniveau haben.

Wie problematisch ist es für die Torhüter*innen-Ausbildung, wenn in den ersten Jahren ohne Torwart gespielt wird? Wann muss Torhüter*innen-Ausbildung zielgerichtet beginnen?
Im Kindesalter stehen vielfältige Bewegungserfahrungen sowie Spaß und Freude am Fußball im Mittelpunkt. Positionsspezifische Aspekte, auch im Torwartspiel, spielen für den Ausbildungsgedanken noch keine Rolle. Natürlich sollen auch Torschussspiele im Training stattfinden, in denen sich jeder im Tor ausprobieren kann. Eine vielfältige, ganzheitliche sportliche Schulung ist für spätere Torhüter*innen sehr wichtig, nicht zuletzt der Umgang mit dem Ball am Fuß. Ab der E-Jugend kommen Torhüter*innen dann regelmäßig im Spiel zum Einsatz. Ab diesem Zeitpunkt macht es auch erst Sinn, allmählich spezifischer zu trainieren.

Was bedeuten die neuen Spielformen für das Kopfballspiel und den Umgang damit?
Die neuen Wettbewerbsformen sorgen dafür, dass Kopfbälle nahezu ausgeschlossen werden. Denn: Die Spielfeldgröße ist deutlich kleiner, Einwurf und Abstoß werden durch das Eindribbeln ersetzt, ein Abschlag durch den Torwart findet kaum statt. Somit gehen der DFB und seine Landesverbände altersgerecht mit dem Kopfballspiel im jungen Alter um, ohne Verbote oder Reglementierungen vorgeben zu müssen, wie es zum Teil andere Nationalverbände praktizieren.
Wichtig ist aus Sicht der Expert*innen aus Sport und Medizin ein dem Alter angemessenes Training des Kopfballspiels. Das Erlernen einer gezielten Kopfballtechnik hilft, Problemen vorzubeugen. Das Kopfballtraining im jungen Alter sollte dabei unter anderem geringe Übungsumfänge, die Verwendung von leichteren Bällen, ausreichende Regenerationszeiten für den Kopf und das anfängliche Anwerfen mit der Hand zum Köpfen des Balles beinhalten.

Welche Herausforderungen stellen sich organisatorisch für die Vereine?
Vereine benötigen Tore und im Idealfall einige Betreuer*innen. Dafür können beim Spielenachmittag Eltern einbezogen werden. Gerade in der F- und G-Jugend sind diese häufig noch mit auf dem Sportplatz. Minitore können bei Bedarf durch Hütchen und Stangen ersetzt werden. Schöner sind sicherlich Minitore mit Netzen, in denen der Ball zappelt. Die Verbände sind weiterhin bestrebt, die Vereine bei der Durchführung von Wettbewerben in der Organisation, aber auch bei der Anschaffung von Toren bestmöglich zu unterstützen. Auch hier wurden in der Pilotphase wertvolle Erfahrungen gesammelt. Jeder Euro für Minitore und die Nachwuchsarbeit ist auf jeden Fall gut angelegt im Sinne der Entwicklung des eigenen Vereins.

Wie werden die neuen Spielformen im DFBnet abgebildet?
Die DFB-App "Teampunkt" wurde um das Modul "Kinderfußball" erweitert. Dort haben die Vereine die Möglichkeit, im Umkreis nach Festivals zu suchen und sich anzumelden oder selbst Festivals zu organisieren. Die App beinhaltet auch die Planung durch Staffelleiter*innen. Die Staffelleitungen können in ihrem Zuständigkeitsbereich Festivals anlegen. Die Anwendung ist ans DFBnet gekoppelt. Von der Platzbuchung über die Infos zur geplanten Spieldauer und Altersklasse sowie der Anzahl angemeldeter Teams bis hin zu einer Übersicht zu vorhandenem und benötigtem Material haben Ausrichter und Teilnehmer*innen alle relevanten Angaben. So erhalten alle Beteiligten einen schnellen und umfassenden Überblick über ihre Festivals.

An wen wende ich mich, wenn ich Fragen habe?
Einfach eine E-Mail an kinderfussball@dfb.de schreiben. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich an seinen jeweils zuständigen Landesverband zu wenden.





 
Statistiken & Userkommentare:


Autor:
Marc Schaber, 13. September 2023

Aufrufe:
940
Kommentare:
10

Kommentare:
Zu diesem Artikel sind folgende Kommentare verfügbar


 
Thomas Gehmschrieb am 14.09.2023 um 17:08 UhrPREMIUM
wenn ich jetzt sage was ich denke, werde ich hier lebenslang gesperrt!

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Jürgen Weberschrieb am 14.09.2023 um 18:53 UhrPREMIUM
@Thomas. Das geht mir genauso. Wie kann man solch eine Spielrefom überhaupt vorschlagen? Ein gesunder Wettbewerb mit Siegen und Niederlagen, gehören auch im Kindesalter dazu. Allerdings ohne die lautstarke und übertriebene Hektik der Eltern, die am Spielfeldrand stehen. Die Kinder müssen lernen, auch mit Niederlagen umzugehen.

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@Thomas Gehm (PID=4430)schrieb am 14.09.2023 um 19:52 Uhr
Dann schreibe doch so, dass es nicht zu einer Sperrung kommt. Mich würde es auf jeden Fall interessieren und Man kann etwas auch kritisch beschreiben ohne über das Ziel hinaus zu schießen. Meine Meinung ist ebenfalls, dass diese Reform der größte Quatsch ist, denn sich irgendwelche.... ausgedacht haben. Ähnlicher Fall wie die Abschaffung der Urkunden bei dem Bundesjugendspielen. Wie wäre es den mit einer noch etwas anderen Spielform, wenn sämtliche Kinder die gleichen Trikots anziehen und alle gemeinsam auf 4 Tore spielen ? Dann gibt's doch keine Verlierer und nur Gewinner und alle sind happy, wobei dann auch wieder Eltern sich beschweren weil ihr Kind nur 2 Tore erzielt hat und die anderen 10.
 
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Thomas Gehmschrieb am 14.09.2023 um 20:47 UhrPREMIUM
@Jürgen, ich sage nur noch A + B Jugend Mannschaften aus NLZ können nicht mehr absteigen, der Rest mal bei einem Bier am Spielfeldrand @PID 4430 und nach dem Spiel singen und klatschen alle noch ihren Namen

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Weber (PID=10339)schrieb am 15.09.2023 um 07:09 Uhr
Wo steht den im Text, dass es nicht um Gewinnen und Verlieren geht? Auch die Spieltage in Turnierform sind schon lange umgesetzt. Dies ist zurzeit sogar ohne direkte Rückmeldung ob man gewonnen oder Verloren hat. Somit ist jetzt aus Ihrer Sicht sogar eine Verbessrung. Wer sich ein bisschen im Jugendfußball auskennt und selber Erfahrung gesammelt hat weiß, dass die Kinder immer gewinnen wollen. Da wird nach einer Niederlage geweint egal ob es ein Training, Test oder Pflichtspiel ist. Die Kinder in diesen Altersklasse verstehen noch gar nicht warum dass eine Spiel im Mai jetzt wichtiger ist weil ich im November mal verloren haben oder warum das Testspiel jetzt nicht so wichtig ist. Eine Tabelle über die ganze Saison ist ein Konstrukt der Erwachsene und wird außerdem ja dann Ende der Grundschule mit der D Jugend auch für die Kinder Realität. Immer schön wenn sich Boomer über die Neue Generation unterhaltet.
 
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Thomas Gehmschrieb am 15.09.2023 um 08:52 UhrPREMIUM
@Weber Schön, dass SIE wiessen wie alt wir sind! Daher ist für mich das Thema mit diesem Satz beendet! Cancel Culture ist Ausdruck von Intoleranz. Meinungsfreiheit ist kein Mehrheitsrecht, sondern schützt die Minderheit.“

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Kevin (PID=3264)schrieb am 15.09.2023 um 11:44 Uhr
Seit Jahren wird im Saarland in der G- und F-Jugend als Turnierform gespielt! Die Kinder haben meist 4 Spiele jeden Samstag! Da bekommt jedes Kind mit ob sie verloren oder gewonnen haben! Die Kinder sind da mit viel Ehrgeiz dabei! Die meisten die jetzt aufschreien haben so ein Turnier bei der G- und F-Jugend noch nie gesehen! Den Kids geht es in dem Alter noch nicht um ne Meisterschaft, die wollen jedes Spiel gewinnen und Tore schießen! Wer will kann morgen früh ab 11Uhr nach niederwürzbach kommen und solch ein F-Jugendturnier sich anschauen und sehen mit wie viel Spaß die Kinder bei der Sache sind!
 
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Coach (PID=11494)schrieb am 15.09.2023 um 12:01 Uhr
An sich sind die "Reformen" ja nicht verkehrt. Sorge bereitet mir der Umstand, dass Torhüter nicht zwingend notwendig sind. Torhüter ist eine undankbare Position, besonders in höheren Altersstufen. Daher finde ich, muss bereits früh die Passion dafür gefunden werden, sonst verliert man einige Spieler für diese Position. Mal ehrlich, es gibt im Jugendbereich nicht immer genügend Torhüter in allen Altersstufen. Zudem: 2gg2/3gg3 verspricht viele Ballaktionen. Aber schau ich mir die kleinen Jugenden an bei den Vereinen im Umkreis, werden das ja monströse Spieltage, wenn alle Spielen sollen. Haben die Vereine überhaupt genügend Platz und auch Betreuer dafür? Scheint mir oftmals nicht so. Dem Wettkampf-Gedanken sehe ich auch kritisch. Beobachte die fehlende Frustrationstoleranz auch mit kritischem Blick. Zieht sich durch viele Bereiche. Und nein, ich bin kein Boomer. Es muss auch nicht jedes Kind in allem gleich gut sein oder alles machen können. Ist doch später auch so. Aber nur meine zehn Cent. Ich finde, Tabellen und Tore gehören zum Fußball. Alles in allem, theoretisch gute Ansätze, wird sich in der Praxis aber zeigen müssen.
 
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Bliestaler  (PID=9170)schrieb am 15.09.2023 um 18:12 Uhr
Die neue Reform ist klasse, längst überfällig!!
 
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Günther Stamp (PID=80080)schrieb am 17.09.2023 um 23:35 Uhr
Man kann ja viele Betrachtungsweise heranziehen, bei dieser stellen sich mir die Nackenhaare: Im Gegenteil: Bei den bisherigen Spielformen in den unteren Altersklassen (Sieben-gegen-Sieben) ist es viel eher der Fall, dass die langsameren und weniger talentierten Spieler*innen kaum an den Ball kommen und häufig auf Positionen spielen, die sie vom eigentlichen Spielgeschehen fernhalten. Mit dem neuen Modus werden alle Kinder eng einbezogen und erhalten in ihrem Team Ballaktionen und -kontakte. Durch das Auf- und Absteigen in den Spielfeldern anhand der Ergebnisse während der Festivals ist gewährleistet, dass verstärkt Teams aufeinandertreffen, die ein ähnliches Leistungsniveau haben. Beim Fußball ist Schnelligkeit und Talent gefragt und das kann man dabei nicht mehr fördern! Besser den Eltern sagen sie sollten ihr Kind zum Tischtennis oder Musikverein schicken... ist so leider
 
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