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Die Regeländerungen 2019/2020 - Teil 2    [Ändern]

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VERFASST VON Raffaele Veneroso, 2. August 2019

Die ersten Meisterschaftsspiele gehen bald los, Zeit für uns die viel diskutierten Regeländerungen in Erinnerung zu rufen. Bei der Frauen-WM in Frankreich durfte man schon die ersten Eindrücke gewinnen. Geht es nach dem Willen der Regelhüter der IFAB sollen die Änderungen mehr Fairness bieten, die Schnelligkeit erhöhen und - insbesondere beim Thema Handspiel - für mehr Klarheit sorgen.

Heute befasst sich SCB-Online Regelexperte Raffaele Veneroso mit Änderungen rund um Teamoffizielle, Kühlpausen, dem Schiedsrichterball sowie dem Schiedsrichter selbst etwas näher.

Persönliche Strafen für Teamoffizielle
Der Trend der letzten Jahre lässt leider sehr deutlich deutlich den Verlust an Respekt gegenüber den Spielleitern am Spielfeldrand, speziell im Bereich der technischen Zone erkennen. Die Regelhüter haben sich hierzu nähere Gedanken gemacht, wie man Leidenschaft und Emotionen in diesem Bereich wieder etwas mehr Seriösität verleihen kann. Dazu hat sich die IFAB entschlossen, gelbe und rote Karten nicht mehr alleine den Spielern vorzubehalten, sondern auch auf die Teamoffizielle - damit sind alle Personen gemeint, die neben den Spielern zusätzlich auf dem Spielbericht aufgeführt sind - zu erweitern. Der Schiedsrichter kann nun Maßnahmen gegen solche Teamoffizielle ergreifen, die sich nicht verantwortungsbewusst verhalten, wobei er sie verwarnen (gelbe Karte) oder vom Spielfeld und dessen unmittelbarer Umgebung entfernen lassen darf, einschließlich der technischen Zone (rote Karte). Doch nicht genug damit: kann der Täter vom gesamten Schiedsrichter-Team nicht identifiziert werden, hat der Schiedsrichter das Recht, die Disziplinarmaßnahme gegen den höchstrangigen Trainer in der technischen Zone auszusprechen.
Die Umsetzung dieser Regeländerung wird spannend sein, denn es ist noch nicht allen klar, welche Konsequenzen solche Maßnahmen letztlich mit sich bringen können. Fakt ist: der Schiedsrichter muss nicht mehr den Spielführer einschalten, wenn er Maßnahmen gegen Teamoffizielle ergreift. Die Kommunikation erfolgt direkt mit dem Missetäter, und alle auf dem Platz können anhand der jeweiligen Karte erkennen, wie schwer die Verfehlung ins Gewicht fällt. Gleichzeitig trägt der auf der Bank befindliche Trainer jetzt nicht nur für seine eigenen Emotionen die Verantwortung, sondern für die gesamte Trainerbank bzw. die gesamte technische Zone. Wird die Identifikation des tatsächlichen Verursachers einer Unsportlichkeit in der technischen Zone verweigert, muss zukünftig der Trainer dafür büßen.

Trinkpausen und Kühlpausen
Die Regelhüter haben neben den bereits bestehenden Trinkpausen nun zusätzlich Kühlpausen eingeführt. Dies wurde offenbar im Hinblick auf die WM 2022 in Katar vorgenommen. Zum Schutz der Spieler können die Wettbewerbsbestimmungen bei bestimmter Witterung (z.B. hohe Luftfeuchtigkeit/Temperaturen) Kühlpausen (90 Sekunden bis maximal 3 Minuten) zur Senkung der Körpertemperatur vorsehen. Kühlpausen sind von Trinkpausen (maximal 1 Minute) zu unterscheiden, die der Aufnahme von Flüssigkeit dienen. Für uns in Deutschland hat dies bisher keine Auswirkungen. Weder hat der DFB, noch der Saarländische Fußballverband diese Kühlpausen in die Wettbewerbsbestimmungen aufgenommen. Daher bleibt uns vorerst alles beim alten.

Münzwurf für Anstoß/Platzwahl
Die Spielführer dürfen wieder beim gewonnenen Münzwurf zwischen der Platzwahl und den Anstoß wählen. Dies gilt auch für den Münzwurf zur Verlängerung. Beim Strafstoßschießen darf der gewinnende Spielführer auswählen, welches Team mit dem ersten Torschuss beginnt oder auf welches Tor geschossen wird. Bei letzterem (Wahl auf welches Tor geschossen wird) hat jedoch der Schiedsrichter das letzte Wort, wenn seiner Meinung nach sicherheitsrelevante oder witterungsbedingte Gründe überwiegen.

Schiedrichter-Ball innerhalb und außerhalb des Strafraums
Liegt für die Spielunterbrechung keine Verfehlung vor, wird wie immer das Spiel mit dem Schiedsrichterball fortgesetzt. Hier haben sich die Regelhüter für eine komplette Überarbeitung der jeweiligen Ausührung entschieden.
Wenn zum Zeitpunkt der Unterbrechung der Ball im Strafraum war oder die letzte Ballberührung im Strafraum erfolgte, wird der Schiedsrichterball ausnahmslos mit dem Torhüter der verteidigenden Teams durchgeführt - völlig unabhängig, wer vor der Spielunterbrechung am Ball war! Der Torwart darf dann den Ball nach seiner Bodenberührung direkt in die Hand nehmen, auch wenn er diesen vor der Spielunterbrechung bereits mit den Händen berührte.
Außerhalb des Strafraums erfolgt der Schiedsrichterball mit einem Spieler des Teams, das den Ball zuletzt berührt hat, an der Stelle, an der der Ball zuletzt von einem Spieler, einer Drittperson oder von einem Spieloffiziellen berührt wurde.
Bei jedem Schiedsrichterball müssen alle anderen Spieler (beider Teams) einen Abstand von mindestens 4 Meter zum Ball einhalten, bis der Ball im Spiel ist (also den Boden berührt hat).

Neuer Umgang bei Ballkontakt durch Schiedsrichter
Der alte Spruch "Der Schiri ist Luft" hat ausgedient. Nicht selten hat die Berührung des Balles durch den Schiedsrichter für Frust gesorgt, und dem wurde nun Rechnung getragen, wenn vor dem Ballkontakt des Schiedsrichters ein Spieler zuletzt am Ball war. Wird der Ball vom Schiedsrichter berührt und bleibt auf dem Spielfeld, kommt aber nun zum Gegner, wird das Spiel unterbrochen und mit einem Schiedsrichterball mit dem Team fortgesetzt, welches den Ballverlust zu beklagen hatte. Ort der Spielfortsetzung ist dort, an welcher der Schiedsrichter den Ball berührte. Gleiches gilt, wenn durch die Ballberührung des Schiedsrichters plötzlich ein Team einen aussichtsreichen Angriff starten kann. Hat bei einer Torerzielung der Schiedsrichter vor Überschreiten der Torlinie den Ball als letztes berührt, so zählt ab sofort das Tor nicht mehr. Auch hier wird das Spiel mit Schiedsrichterball fortgesetzt, wo der Schiedsrichter den Ball berührte. Für die Praxis gilt: das Spiel geht nach dem Ballkontakt des Schiedsrichters nur noch dann weiter, wenn die betroffene Mannschaft davon keinen Schaden trägt, im Ballbesitz bleibt und den ursprünglichen Spielzug fortsetzen kann.
Wichtig: Es erfolgt keine Unterbrechung, wenn der Ball nicht von einem Spieler kommt, sondern vom Torpfosten, der Querlatte oder einer Eckfahnenstange abprallt, auf dem Spielfeld bleibt und dann erst den Schiedsrichter berührt!

Im dritten und letzten Teil der Serie beleuchtet Regelexperte Raffaele Veneroso die Änderungen zum Handspiel, betrachten uns näher die Spielfortsetzungen aus dem Strafraum und finden heraus was passiert, wenn ein Torhüter den Ball direkt ins gegnerische Tor wirft - was auf dem Kleinfeld durchaus mal passieren kann.





 
Statistiken & Userkommentare:


Autor:
Raffaele Veneroso, 2. August 2019

Aufrufe:
805
Kommentare:
3

Kommentare:
Zu diesem Artikel sind folgende Kommentare verfügbar


 
Alfons (PID=17544)schrieb am 02.08.2019 um 22:28 Uhr
"Wird die Identifikation des tatsächlichen Verursachers einer Unsportlichkeit in der technischen Zone verweigert, muss zukünftig der Trainer dafür büßen."
Die IFAB hat sich dazu entschieden, in Zukunft den Trainer zu bestrafen, sollte der Schuldige nicht indentifiziert werden können, ohne zu berücksichtigen, dass es auch Spielertrainer gibt. Somit würde man die Mannschaft für etwas bestrafen, wofür sie in aber definitiv nichts kann, sollte der Spielertrainer auf dem Platz stehen, bzw. in der Aufstellung sein. Der SFV hat sich hier meines Wissen nach dazu entschieden, in diesem speziellen Fall den Trainer nicht zu bestrafen.
 
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Raffaele Venerososchrieb am 02.08.2019 um 22:52 UhrPREMIUM
Hier ist auf den Text im oberen Abschnitt zu verweisen: "kann der Täter vom gesamten Schiedsrichter-Team nicht identifiziert werden, hat der Schiedsrichter das Recht, die Disziplinarmaßnahme gegen den höchstrangigen Trainer in der technischen Zone auszusprechen." Es ist also der Trainer gemeint, der sich in der TECHNISCHEN ZONE befindet. Da weder die IFAB, noch der DFB auf sogenannte "Spielertrainer" eingegangen sind hat der SFV als Zwischenlösung entschieden, den Spielertrainer solange außen vor zu lassen. Betrachtet man den Grundgedanken der Regeländerung hat die Argumentation "der Spielertrainer kann nichts für die Geschehnisse der Bank" unterm Strich keinen Bestand. Entweder er ist der ranghöchste "Entscheider", oder halt nicht. Im Berufsleben ist es ja auch nicht anders: Der oberste Chef ist immer für seine Angstellten haftbar, egal ob er örtlich anwesend ist oder eben nicht. Es bleibt abzuwarten, wie der DFB abschließend entscheiden wird.

Bei diesem Kommentar handelt es sich um einen SCB-Online Premiumkommentar. Der Realname des Kommentators ist in unserer Datenbank hinterlegt.
 
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... (PID=3789)schrieb am 04.08.2019 um 09:47 Uhr
Die einfachste Lösung ist doch die, dass sich alle in der "technischen Zone" benehmen !
 
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