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Im Kraftraum mit Jens Lehmann    [Ändern]

Der Blieskasteler Patrick Schmidt stürmt seit dem Sommer für den VfB Stuttgart. Nach seinem Wechsel aus Saarbrücken schwitzt der 16-jährige Nachwuchsfußballer nun neben Stars wie Cacau und Thomas Hitzlsperger.

Der 16-jährige U17-Fußball-Nationalspieler Patrick Schmidt aus Blieskastel-Webenheim hatte vor dieser Saison die Qual der Wahl. Angebote lagen ihm etwa von Bayern München und 1899 Hoffenheim vor. Entschieden hat er sich für den VfB Stuttgart, dessen Juniorenkicker deutscher Rekordmeister sind.

In der vergangenen Saison war der schon 1,86 Meter große Patrick Schmidt noch für den 1. FC Saarbrücken in der B-Jugend-Bundesliga auf Torejagd gegangen. Bereut hat er den Wechsel von der Saar an den Neckar bisher „noch keine Sekunde“. Denn dort haben intensive Betreuung, Rehabilitation und Einzeltraining den Vollblutstürmer von seinen Leistenproblemen befreit. Auch den Sprung in die Anfangself des U17-Bundesligisten und amtierenden deutschen Meisters hat er geschafft.

„Anfangs war das schon eine Umstellung, statt vier Mal jetzt acht Mal Training pro Woche. Weg von zu Hause zu sein, auf mich allein gestellt“, gesteht Patrick. Der „warmherzige Empfang“ hat ihm aber schnell über alles hinweggeholfen. Schnell habe er sich im 24-köpfigen Kader von Trainer Marc Kienle akklimatisiert, erzählt er. Auch weil er mit Dominik Gallert, Ndriqim Halili, Sascha Walter und Lukas Kiefer gleich vier Kumpels aus der Nationalmannschaft schon kannte. Individuelle Schulung seiner Stürmerqualitäten und das Erlernen taktischer Finessen wertet der junge Webenheimer als wichtigste Verbesserungen im Vergleich zur Trainingsarbeit im Saarland. Und im Kraftraum schwitzt er auch mal gemeinsam mit VfB-Profis wie den Nationalspielern Thomas Hitzlsperger, Jens Lehmann oder Cacau.



Nachwuchstalent Patrick Schmidt auf der Kunstrasenanlage an der Florianstraße (Quelle: SZ / Wolfgang Degott)



Zum Saisonstart musste Schmidt wegen einer Verletzung noch auf der Auswechselbank schmoren und wurde nur eingewechselt. Am vierten Spieltag beim 5:1-Sieg bei Aufsteiger FK Pirmasens ist dann jedoch der Knoten geplatzt. Schmidt trug gleich mit einem Doppelpack zum klaren Erfolg bei. Mittlerweile ist der 16-Jährige längst Torschütze vom Dienst beim VfB und führt mit zehn Toren die interne Torjägerliste an. Der VfB überwintert als Tabellenzweiter der Bundesliga Süd/Südwest, einen Punkt hinter Eintracht Frankfurt.

Erfolge im Verein qualifizieren natürlich auch für höhere Aufgaben. U17-Bundestrainer Stefan Böger hat sich wieder gemeldet. Patrick Schmidt, der vor einem Jahr in der deutschen U16 debütierte, hofft, schon bald wieder den Adler auf der Brust tragen zu dürfen.

Untergebracht ist Patrick, der einen Vier-Jahres-Vertrag hat, bei einer Gastfamilie in Cannstatt, nur zehn S-Bahnminuten vom Trainingsgelände vom Gottlieb-Daimler-Stadion entfernt. „Das ist alles perfekt organisiert“, erzählt er, „denn auch mit dem familiären Anschluss hat es super geklappt“. Gleiches gilt für den Schulwechsel. Der Unterricht in der Stuttgarter Cottaschule hat den gleichen Stellenwert wie die Trainingseinheiten. Außerdem absolviert Patrick im Vorfeld der geplanten Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ein Vereins-Praktikum.

Am Wochenende geht's öfter mal zum Kurzbesuch nach Webenheim zu den Eltern, die ihren Filius nach Kräften unterstützen. Da bleibt auch noch Zeit, sich im sozialen Bereich zu engagieren. Wie etwa vor Weihnachten im Jugendhilfe-Zentrum der Stadt Saarbrücken in der Pfählerstraße. „Ich will auch in Zukunft versuchen, vor allem Kindern zu helfen, ein etwas besseres Leben zu führen. Und mir hilft es, das besondere Glück, das ich bis jetzt hatte, auch richtig einschätzen zu können“, sagt Schmidt.

Und auch die sportlichen Wünsche sind klar umrissen: Deutscher Meister mit der A-Jugend des VfB, bei der U17-Europameisterschaft in Liechtenstein dabei zu sein. Und vielleicht später mal der Sprung in die Stuttgarter Bundesliga-Mannschaft.

Marc Schaber, 13. Januar 2010

Quelle: 

Saarbrücker Zeitung, 13. Januar 2010, Lokalteil St. Ingbert, Seite C9

 
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