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Neue Pyramide für Saar Fußball    [Ändern]

Die Ligareform im saarländischen Fußball wird zur Saison 2009/2010 kommen. Das beschlossen die Delegierten der Vereine auf dem Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) in Püttlingen. Püttlingen. Franz Josef Schumann wurde auf dem Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes zum neuen Präsidenten gekürt. SZ-Mitarbeiter Philipp Semmler sprach mit dem 60-Jährigen.

Püttlingen. Samstagmittag um 12.06 Uhr im Püttlinger Trimm-Treff. Der gerade wiedergewählte Verbandsjustiziar Horst Hilpert ruft die Delegierten des Verbandstages des Saarländischen Fußballverbandes dazu auf, über die Änderung von Paragraph 30 der Spielordnung des Saarländischen Fußballverbandes abzustimmen. Hinter diesem Paragraphen versteckt sich die geplante Spielklassenstrukturreform des SFV. „Wer ist dafür?“, fragt Hilpert. Ein Blick in die Runde. Es ist sofort zu erkennen, dass die Mehrzahl der Stimmkärtchen in die Höhe gehalten wird.

Die Reform ist also angenommen – sehr zur Freude des Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses, Adalbert Strauß. „Es dürften 70 bis 75 Prozent dafür gestimmt haben, damit sind wir sehr zufrieden“, erklärt Strauß. Die Königsklasse im saarländischen Fußball wird damit ab der Spielzeit 2009/2010 die Saarlandliga mit 18 Vereinen sein. Darunter ist eine Verbandsliga, ebenfalls mit 18 Teams, angesiedelt. Danach folgen in der Ligenpyramide zwei Landesligen, sowie sechs Bezirksligen (bislang vier). Unterste Spielklasse für die derzeit aufstiegsberechtigt spielenden Mannschaften werden zwölf Kreisligen A sein.

Ob es darunter B-Klassen mit den derzeit nicht aufstiegsberechtigten Reserveteams der Bezirks- bis B-Ligisten geben wird, ist weiter offen. Denn die Änderung des Absatzes sieben des Paragraphen 30 der Spielordnung wurde nach kontroversen Diskussionen aus dem Abstimmungspaket über die Reform herausgenommen. Im Änderungsvorschlag zu diesem Absatz heißt es: „Die bisherigen nicht aufstiegsberechtigten Mannschaften werden in eigene Spielklassen eingeteilt. Sie sollen nach Möglichkeit das Vorspiel zu ihrer ersten Mannschaft bestreiten und auf eigenen Wunsch aufsteigen.“ Adalbert Strauß: „Wir werden zu diesem Thema die Vereine befragen. Sie haben dann in aller Ruhe Zeit, sich Gedanken zu machen. Entschieden wird dann, was die Mehrheit will.“ Noch in dieser Woche soll mit dem Ausarbeiten des Fragebogens begonnen werden.





Ebenfalls nach einer Befragung der Vereine wird auch entschieden, wie genau die Aufstiegregelung am Ende der Qualifikationssaison 2008/2009 aussehen soll. Die Qualifikationskriterien werden den Vereinen rechtzeitig vor dem Rundenstart mitgeteilt. Einen Fragebogen werden die Vereine auch dazu erhalten, wie künftig die Spielberechtigung von Akteuren nach einem Einsatz in oberen aufstiegsberechtigten Mannschaften eines Clubs in unteren aufstiegsberechtigten Mannschaften aussehen soll.

„Die Umsetzung dieser Reform wird ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit werden“, kündigte der neue Präsident des Saarländischen Fußballverbandes, Franz Josef Schumann, an. Der St. Wendeler, bislang Schatzmeister im SFV, wurde ohne Gegenstimme zum Nachfolger des scheidenden Günter Müller gewählt. Müller hatte den SFV sechs Jahre lang geführt. „Er hat viel für den saarländischen Fußball und das Saarland geleistet“, lobte Ministerpräsident Peter Müller, der als Ehrengast beim Verbandstag anwesend war, seinen Namensvetter. Günter Müller hatte auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidiert. „Ich hinterlasse meinem Nachfolger ein bestelltes Feld, und darauf bin ich ein bisschen stolz“, sagte der 69-Jährige, der zum Ehrenpräsidenten des SFV ernannt wurde. Für Schumann rückte Bernd Urban auf den Posten des Schatzmeisters.

SZ-Interwiew mit dem neuen SFv-Präsidenten:

Herr Schumann, Sie wurden ohne Gegenstimme und mit nur einer Enthaltung zum neuen SFV-Präsidenten gewählt. Hatten Sie damit gerechnet?

Franz Josef Schumann: Nein, das hatte ich nicht gedacht. Vor allem im Süd- und im Westsaarkreis war ich ja bis vor einem halben Jahr noch nicht so bekannt. Mein Vorgänger Günter Müller hat mir sehr geholfen, indem er gesagt hat, dass ich der richtige Mann bin.

Wie beurteilen Sie die Arbeit Ihres Vorgängers?

Schumann: Günter Müller hat den Fußball in die Wiege gelegt bekommen. Er hat in seiner Amtszeit hervorragende Arbeit geleistet für den Verband und die Vereine. Er war für unsere Clubs immer ansprechbar. Für mich ist er als Funktionär ein Vorbild. Ich will seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Was sind die wichtigsten Aufgaben, die Sie in Ihrer Amtszeit bewältigen wollen?

Schumann: Zunächst einmal die Umsetzung der Spielklassenreform. Des Weiteren müssen wir das Problem der Gewalt in den Stadien lösen, was bei dem Spiel des SV Hasborn gegen Saarbrücken ja leider wieder aktuell für Schlagzeilen gesorgt hat. Auch wollen wir im Verband gemeinsam mit unseren Partnern etwas für die Ausbildung von jungen Spielern tun. Ziel ist es, dass wir Talente im eigenen Land halten.

Als ehemaliger Schatzmeister kennen Sie auch die finanzielle Situation des SFV. Wie ist diese angesichts rückläufiger Einnahmen aus dem Sportachtel?

Schumann: Die Einnahmen von Saartoto gehen zurück – und ohne den großen Jackpot im Dezember 2007 hätten wir im vergangenen Jahr schon einen Einbruch auch beim Sportachtel gehabt. Schlimm wird es aber erst, wenn das Sportwettenmonopol fallen sollte. Das wäre eine kleine Katastrophe. Nicht nur für den Fußball, sondern auch für andere Sportarten oder auch für die Kultur.


Samstagmittag um 12.06 Uhr im Püttlinger Trimm-Treff. Der gerade wiedergewählte Verbandsjustiziar Horst Hilpert ruft die Delegierten des Verbandstages des Saarländischen Fußballverbandes dazu auf, über die Änderung von Paragraph 30 der Spielordnung des Saarländischen Fußballverbandes abzustimmen. Hinter diesem Paragraphen versteckt sich die geplante Spielklassenstrukturreform des SFV. „Wer ist dafür?“, fragt Hilpert. Es ist sofort zu erkennen, dass die Mehrzahl der Stimmkärtchen in die Höhe gehalten wird – sehr zur Freude des Vorsitzenden des Verbandsspielausschusses, Adalbert Strauß. „Es dürften 70 bis 75 Prozent dafür gestimmt haben, damit sind wir sehr zufrieden“, erklärt Strauß. Die Königsklasse im saarländischen Fußball wird damit ab der Spielzeit 2009/2010 die Saarlandliga mit 18 Vereinen sein. Darunter ist eine Verbandsliga, ebenfalls mit 18 Teams, angesiedelt. Danach folgen in der Ligenpyramide zwei Landesligen, sowie sechs Bezirksligen (bislang vier). Unterste Spielklasse für die derzeit aufstiegsberechtigt spielenden Mannschaften werden zwölf Kreisligen A sein.

Ob es darunter B-Klassen mit den derzeit nicht aufstiegsberechtigten Reserveteams der Bezirks- bis B-Ligisten geben wird, ist weiter offen. Adalbert Strauß: „Wir werden zu diesem Thema die Vereine befragen.“

„Die Umsetzung dieser Reform wird ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit werden“, kündigte der neue Präsident des Saarländischen Fußballverbandes, Franz Josef Schumann, an. Der St. Wendeler, bislang Schatzmeister, wurde ohne Gegenstimme zum Nachfolger von Günter Müller gewählt. Für Schumann rückte Bernd Urban auf den Posten des Schatzmeisters. sem

Marc Schaber, 2. Juni 2008

Quelle: 

Saarbrücke rZeitung, Lokalausgabe St. Ingbert, Sportteil, Seite C2

 
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