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Ligareform sorgt für kontroverse Diskussion     [Ändern]

Entscheidung beim Verbandstag der Fußballer am Samstag in Püttlingen – Wahl von Schumann scheint sicher - Am Samstag findet ab 9 Uhr morgens im Trimm-Treff Püttlingen der Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes (SFV) statt. Im Mittelpunkt stehen die geplante Ligareform des SFV sowie die Neuwahl des Verbandspräsidenten. Neben der Spielklassenreform und den Neuwahlen des Vorstandes wird auf dem Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes morgen in Püttlingen auch über Anträge von Vereinen entschieden.

Püttlingen. Kommt die geplante Ligareform – oder kommt sie nicht? Das ist die meistdiskutierte Frage vor dem Verbandstag des Saarländischen Fußballverbandes am Samstag ab 9 Uhr im Trimm-Treff in Püttlingen. Delegierte aller saarländischen Fußballvereine werden darüber abstimmen, ob es ab der Spielzeit 2009/2010 eine neue Ligenpyramide, vermehrten Auf- und Abstieg sowie aufstiegsberechtigte zweite Mannschaften geben wird (siehe Info). „Ziel der Reform ist es, dass alle Fußballer in ausreichend besetzten Spielklassen ihren Sport betreiben können“, erläutert SFV-Vizepräsident Bernhard Bauer.

Der von einer Arbeitsgruppe, der sowohl Verbands- wie auch Vereinsvertreter angehörten, ausgearbeitete Vorschlag wurde den Vereinen bereits mehrmals vorgestellt. „Wir sind auf die Wünsche und Bedenken der Vereine eingegangen und hoffen deshalb auf eine breite Mehrheit“, sagt der Vorsitzende des Verbandsspielausschusses des Saarländischen Fußballverbandes, Adalbert Strauß.





Dass es zu einer Mehrheit kommen wird, ergab auch eine Umfrage der Saarbrücker Zeitung unter saarländischen Vereinen von der Oberliga bis zur Kreisliga B. Von den 385 Vereinen wurden 39 befragt. Zwei Drittel waren dafür, ein Drittel dagegen. „Wir werden zustimmen, denn wir denken, dass die Ligareform die richtige Antwort auf die demographische Entwicklung ist“, sagt etwa der Vorsitzende des FV Schwarzenholz (Kreisliga A Saar), Jörg Aumann. „Der Vorschlag ist zwar nicht perfekt, aber die bestmögliche Lösung“, so Aumann.

Keine Stimme wird die geplante Reform dagegen vom TuS Haustadt erhalten. Der Verein aus der Kreisliga A Hochwald hat sogar einen Antrag eingereicht, damit alles unverändert bleibt. „Für kleine Vereine ist die geplante neue Klasseneinteilung nicht sinnvoll“, sagt der Vereinsvorsitzende Norbert Nicola. Zudem befürchtet Nicola, dass Verbandsgelder und Zuschüsse durch die Neueinteilung für kleinere Vereine knapper werden.

Es wird wohl am Verbandstag kontrovers diskutiert werden, ehe es im Tagesordnungspunkt elf „Änderungen der Satzung und von Ordnungen“ zur Abstimmung kommt. Die Anzahl der Stimmen, die ein Verein hat, berechnet sich dabei anhand eines komplizierten Schlüssels. Je mehr Mannschaften eines Clubs (es zählen auch Jugend-, Frauen- und AH-Mannschaften) am Spielbetrieb teilnehmen, umso mehr fällt die Stimme dieses Vereins ins Gewicht.

Noch nicht endgültig entschieden ist, wie die Aufstiegsregelung zu den neuen Klassen aussehen soll. Hier wird der SFV einen Antrag vorlegen, der ihn ermächtigt (die Zustimmung der Delegierten vorausgesetzt), die entsprechenden Regelungen nach Anhörung der Vereine vor Beginn des Spieljahres 2008/2009 festzulegen. Ebenfalls noch nicht endgültig entschieden ist, wie mit der Spielberechtigung von Akteuren eines Vereins in unteren aufstiegsberechtigten Mannschaften verfahren werden soll. Auch hier liegt ein Antrag des SFV vor, dies nach dem Verbandstag nach Anhörung der Vereine zu beschließen.

Weit weniger Diskussionen wie zur geplanten Ligareform dürfte es über den neuen Mann an der Spitze des Verbandes geben. Der ehemalige St. Wendeler Landrat und jetzige Präsident des Sparkassenverbandes Saar, Franz Josef Schumann, ist bislang einziger Kandidat für die Nachfolge des scheidenden Günter Müller, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidiert. Die Wahl von Schumann gilt als sicher.





Püttlingen. Scheinverträge sind dem FV Diefflen ein Dorn im Auge. Deshalb will der Fußball-Landesligist erreichen, dass der Saarländische Fußballverband bessere Möglichkeiten hat, zu überprüfen, ob bei Vertragsamateurverträgen tatsächlich beide Vertragspartner ihre Pflichten erfüllen – oder ob der Vertrag von einem Verein nur wegen der daraus für ihn resultierenden Vorteile (ablösefreier Wechsel, Bindung des Spielers an den Club) abgeschlossen wird. Der Verband soll die Möglichkeit haben, die Verträge durch „rechtskundige Dritte“ (Anwälte) überprüfen zu lassen.

Des Weiteren wird über einen Antrag des 1. FC Reimsbach entschieden, der fordert, dass Spieler über 21 Jahren aller Spielklassen nach einem Einsatz in einer höheren aufstiegsberechtigten Mannschaft nach einer Schutzfrist von zwei Tagen in einer unteren aufstiegsberechtigten Mannschaft eingesetzt werden können. Diese Regelung gibt es nach den Statuten des Südwestdeutschen Fußballverbandes derzeit schon für Regional- und Oberligisten. Bei Clubs, deren erste Mannschaft in der Verbandsliga oder tiefer spielt, greift aber die Regelung des Saarländischen Fußballverbandes, nach der ein Spieler nach einem Einsatz in einer höheren aufstiegsberechtigten Mannschaft zehn Tage oder ein Pflichtspiel für eine untere aufstiegsberechtigte gesperrt ist. In einem konkreten Beispiel würde dies heißen: Wenn ein Spieler mittwochs im Oberligateam des 1. FC Saarbrücken eingesetzt wird, kann er samstags im Verbandsligateam der Malstätter spielen. Wird hingegen ein Spieler des FC Reimsbach mittwochs in der Verbandsliga eingesetzt, kann er samstags nicht in der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga kicken. „Es kann nicht angehen, dass für Vereine im Verbandsgebiet unterschiedliche Spielberechtigungen bestehen. Diese Verfahrensweise verstößt gegen den Gleichbehandlungs-Grundsatz aller Vereine“, begründet Reimsbachs Vorsitzender Norbert Buchheit den Antrag.

Der 1. FC Saarbrücken II und die Sportfreunde Köllerbach wollen darüber hinaus erreichen, dass zweite Mannschaften wieder am Pokalwettbewerb teilnehmen können. Von den beiden Clubs wurde ein entsprechender Antrag eingereicht, über den am Samstag abgestimmt wird.

Hintergrund:

Die Ligareform sieht eine Neugliederung der Ligenpyramide vor. Neue höchste Spielklasse soll eine Saarlandliga mit 18 Teams werden. Sie würde sich aus den jetzigen Verbandsligisten zusammensetzen. Sollte der Regionalverband Südwest beschließen, ab 2009 die Oberliga Südwest aufzulösen, würde die Saarlandliga aus den saarländischen Oberligisten und den bestplatzierten Verbandsligisten bestehen. Unter der Saarlandliga wäre eine eingleisige Verbandsliga mit 18 Teams angesiedelt, darunter wie bisher zwei Landesligen (Nordost und Südwest) und darunter sechs Bezirksligen. A-Klassen sind insgesamt zwölf vorgesehen, je zwei A-Klassen unter jeder Bezirksliga. In diesen Ligen würden die derzeit aufstiegsberechtigt spielenden Teams angesiedelt.

Unterhalb der Kreisligen A soll es B-Klassen geben, in denen die Landesliga-Reserven sowie die zweiten Mannschaften der jetzigen Landes- bis B-Ligisten spielen. Der Vorspiel-Charakter der Reserveteams soll erhalten bleiben. Zudem soll freigestellt sein, ob sie im Falle einer Meisterschaft die Chance auf den Aufstieg wahrnehmen wollen oder nicht. sem

Marc Schaber, 30. Mai 2008

Quelle: 

Saarbrücker Zeitung, 30. Mai 2008, Sportteil, Seite D2

 
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