2009/2010 - Blasse Klassen oder klasse Klassen? SC Blieskastel-Lautzkirchen e.V.
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2009/2010 - Blasse Klassen oder klasse Klassen?    [Ändern]

 Die Klasseneinteilung für das Saarland wurde jüngst vom SFV bekanntgegeben und selten sorgte eine kurze Pressemitteilung für dermaßen viel Gespächsstoff und ebenso selten gingen die Meinungen so weit auseinander – Blasse Klassen oder klasse Klassen?


VERFASST VON Marc Schaber, 26. Juni 2009

Es ist wie sooft im Leben: Der Eine mag es, der Andere nicht, aber wenn es um Fußball geht, dann hören der Spaß und das Einfühlungsvermögen eben auf und dementsprechend laut waren die Jubelschreie, aber eben auch die Ausrufe der Empörung, als der SFV vor rund einer Woche die berühmte „Katze“ aus dem Sack ließ und die neuen Klassen für die Saison 2009/2010 veröffentlichte. Dass es vereinzelte Reaktionen geben würde schien beim SFV durchaus einkalkuliert, dass diese allerdings derart unterschiedlich und auch heftig ausfallen würden, damit hatte wohl auch beim SFV niemand gerechnet. Internetforen mussten zeitweise gesperrt werden, es wurde wild diskutiert und telefoniert, aber was war eigentlich passiert? Gehen wir rund einen Monat zurück: Die Jubelschreie über den Aufsteig waren vielerorts auf den Sportplätzen zu vernehmen und die Autocorsos zogen sich, in der Hoffnung auf die große sportliche Zukunft, durch die vielen engen Straßen der Ortschaften des Saarlandes. Dem großen Jubel und dem Kater nach der Aufstiegsfeier folgte aber vielerorts beim Blick auf die neuen Klassen einige Wochen später beim gemütlichen Frühstück die große Ernüchterung! Die Klasseneinteilung war da, aber vielen wurde es sehr schnell recht blass um die Nase: Orte die man nicht kannte, Orte zu denen man keinerlei Bezug hatte und die zu allem Überfluss auch noch die eigene Benzinrechnung in astronomische Höhen treiben würden! Das war zu viel!



Des Einen Freud, des Anderen Leid - Die Klasseneinteilung sorgt für gemischte Reaktionen



Rund zwei Wochen nachdem das letzte Relegationsspiel gespielt wurde, wurde gerade im Ostsaarkreis noch einiges an den zunächst vorsichtig veröffentlichten Klasseneinteilungen gefeilt und das Resultat sorgte sicherlich nicht überall für Jubelstürme oder gar ein akzeptables Ergebnis. Und die Frage die sich viele stellen: Warum ist Vereins X in Klasse Y und nicht Verein Z? Genug der Variablen: Gerade in den Kreis- und Bezirksligen sorgten diverse Verschiebungen für offene Fragen. Egal in welche Klasse man schaut, das Problem ist überall das gleiche. Die 18er-Ligen müssen gefüllt werden und so bleibt am Ende wenig Spielraum für Zugeständnisse. Ein Spiel mit 18 Unbekannten und so werden derzeit fast alle Bezirksligen wild diskutiert und an einem Beispiel kann man sich die Problematik leicht klar machen: Die Bezirksliga Homburg, in der auch der SC Blieskastel Lautzkirchen zu Hause sein wird. Die neue sportliche Heimat des SC setzt sich in der Saison 2009/2010 nach jetzigem Stand wie folgt zusammen:


Bezirksliga Homburg

1 TuS Rentrisch
2 SG Hassel
3 SV Gersheim
4 SF Walsheim
5 FV Biesingen
6 SV Blickweiler
7 SG Medelsheim-B.
8 SF Reinheim
9 SC Blieskastel-Lautzkirchen
10 FC Bierbach
11 TuS Ommersheim
12 SV Altheim
13 TuS Rubenheim
14 FC 08 Homburg 2
15 SV Beeden
16 FC Pal. Limbach 2
17 SV Schwarzenbach
18 SV Rohrbach 2


Das große Problem der Klasseneinteilung ist die folgende Besonderheit in diesem Fall: Der SV Rohrbach II war Sieger der Hoffnungsrunde im Ostsaarkreis und schob sich so in letzter Sekunde in die Bezirksliga und die Frage bei den Fußballfans war nun: Welches der 18 Teams, das in der ursprünglichen Einteilung vorgesehen war musste weichen? Erst Gerüchte aus SFV-Kreisen machten die Runde und wurden schließlich bestätigt: Der SV Kirkel musste der Reserve des SVR Platz machen und zog in die Bezirksliga Neunkirchen um. Dort muss der SVK nun, genauso wie der Nachbar aus Altstadt, der sich in Furpach beim Relegationsspiel gegen Wahlschie das Bezirksliga Ticket sicherte, die Landkarte auspacken, während ein anderer Ortsteil in der Bezirksliga Homburg bleiben darf: Der FC Palatia Limbach II wird dem SC in den kommenden Saison dort Gesellschaft leisten. Dass dieser Schachzug der SFV-Verantwortlichen in Kirkel und Altstadt auf wenig Gegenliebe stößt muss nicht sonderlich erwähnt werden und die Frage nach den Gründen für diese Einteilung scheint müßig. Die Fronten sind nun klar: Die einen wollen in die Bezirksliga Homburg, aber das mathematische Problem ist ein anderes: Die Bezirksligen sind von SFV-Seite auf eine Zahl von 18 Mannschaften reglementiert und das setzt dem Handlungsspielraum des Spielaussusses arge Grenzen und Fakt ist somit auch: Für jede Mannschaft, die in die Bezirksliga Homburg rücken würde müsste eine weichen. Altstadt und Kirkel gingen, wie auch einige Mannschaften im restlichen SFV Gebiet, einen Schritt weiter, als ihrer Wutu Luft zu machen und legten offiziell Protest gegen die Einteilung der Klassen ein und der SVK schließt sogar den Rückzug vom Spielbetrieb nicht vollends aus: "Der SV Kirkel möchte es in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass sich der Vorstand mit der Möglichkeit beschäftigt, unter den gegebenen Umständen seine aktiven Mannschaften vom Spielbetrieb zurück zu ziehen.“, heißt es in einer Pressemeitteilung im Onlineangebot des SVK. Die Begründung: Zu lange Anfahrtswege und fehlender Bezug zur neuen Spielklasse sind durchaus nachvollziehbar, aber kann ein Protest in dieser Frage wirklich von Erfolg gekrönt sein?



Beim SFV-Verbandstag im Mai 2008 wurde die Ligareform beshclossen



Die Frage die man sich als Fußballfan stellt ist klar: Sind die Klassen endgültig, oder gibt es erneut Änderungen, die sogar den eigenen Verein betreffen? Man muss das Gedankengespenst sogar noch weiter beim spuken verfolgen, denn wenn diesem Protest stattgegeben würde, dann müsste eine andere Mannschaft, oder gar zwei andere Teams aus der Bezirksliga Homburg weichen und wer garantiert dem SFV, dass bei einer solchen Entscheidung eben diese beiden Mannschaften nicht den gleichen bürokratischen Weg gehen oder es sogar noch weiter Nachzügler gäbe? Im Prinzip muss also jeder Verein um seinen Platz fürchten. Es ist ein Teufelskreis, aus dem es scheinbar keinen leichten und offensichtlichen Ausweg gibt und eines sollte jedem klar sein: Eine wirkliche Rechtsgrundlage scheint den Protesten zu fehlen, denn der SFV setzte sich allenfalls Rahmenbedingungen, als man vor der letzten Saison beim SFV-Verbandstag in Püttlingen von „kurzen Wegen“ und „gleichen Ligen für Vereine gleicher Orte“ sprach. Die eigentliche Einteilung dagegen ist Sache des Spielausschusses und es bleibt äußerst fraglich, ob man nur durch durchaus stichhaltige Argumente das Klassengerüst des SFV ins Wanken bringt.



Die Bezirkliga Homburg in der Übersicht...



...lässt erahnen, dass die Einteilung recht ausgewogen ist (Quelle: google EARTH)



Ein neutraler Blick auf die Bezirksliga Homburg verät: Die Einteilung der Klasse scheint geographisch sehr ausgewogen und durchaus sinnig und wer die geographischen Randbedingungen der Teilnehmer der anderen Bezirksligen kennt, dem wird klar sein: Die Randgebiete mit großen Fahrtstrecken wird es immer geben und gerade in diesen Randgebieten wird es immer wieder Streitigkeiten und heiße Diskussionen um die Klassenzugehörigkeit geben.



Die Bezirkliga Neunkrichen in der Übersicht...



...und im Vergleich mit der Bezirkliga Homburg (Quelle: google EARTH)



Auch wenn man sich im Vergleich dazu die Bezirksliga Neunkirchen zu Gemüte führt, dann wird klar, dass beide Klassen ihre Problemzonen haben. Eine perfekte Einteilung fällt also sehr schwer, da es mindestens fünf Vereine gibt, deren Zugehörigkeit in beiden Klassen durchaus vorzustellen wäre.




Die neue Bezirksliga Homburg zum Selbst-Erkunden




Die neue Bezirksliga Neunkirchen zum Selbst-Erkunden


Warum die Klasse ob der geographischen Verteilung Bezirksliga Homburg getauft wurde bleibt da eine andere Frage, die aber wenig sportlichen Wert hat. Trotzdem bleit das Echo auf das Blatt Papier auf das die Klasseneinteilung gedruckt wurde laut: Blickt man auf die Reaktionen und die Proteste mit denen sich SFV Ausschüsse in den nächsten Wochen beschäftigen müssen, so kann man am Ende als neutraler Beobachter nur zu dem Schluss kommen: Richtige und falsche Einteilungen, die gibt es nicht. Aber wer ist schon neutral? Im Auge des Betroffenen sind die neuen Klassen entweder klasse oder aber ganz blass, aber vielleicht wird ja, wenn etwas Zeit vergeht auch die blasseste Klasse irgendwann klasse...

 
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